Age of Empires 2


Age of Empires 2

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Zusammenfassung: Vor 20 Jahren galt Age of Empires 2 als eines der besten Echtzeitstrategiespiele. Mit der Definitive Edition kehrt der Klassiker nun auf unserer PCs in einer optisch modernisierten Fassung zurück. Wir klären im Test, ob das Spiel noch immer so begeistert wie damals und auf was sich Kenner des Originals einstellen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Völker der Welt

Nachdem der Vorgänger antike Zivilisationen von der Steinzeit bis zur Eisenzeit in den Mittelpunkt stellt, drehte sich in Age of Empires 2 (jetzt gleich Age of Empires 2 bei Amazon bestellen) alles um das Mittelalter – also der Zeit vom Niedergang des römischen Reiches um 500 n. Chr. bis ungefähr zum Ende des 15. Jahrhunderts. Entsprechend Die Geschichte der Kampagnen wird wie gewohnt mit einigen Texten und Zeichnungen vor und nach den jeweiligen Missionen erzählt. Die Texte wurde dabei komplett neu und ansprechend vertont. übernimmt der Spieler die Kontrolle über diverse bekannte Völker dieser Zeit, darunter die Franken, Goten, Mongolen und Teutonen. In der Urfassung des Spiels waren 13 Völker enthalten. In fünf Kampagnen erlebte man die Geschichte von historischen Persönlichkeiten wie Johanna von Orleans, Dschingis Khan und Kaiser Friedrich Barbarossa.

Spielkarte Age of Empire 2

Schaut man sich dagegen den Umfang der Definitive Edition an, erscheint das Original fast schon recht Inhaltsarm. Für die Neuauflage haben die Entwickler nämlich sämtliche jemals für die Urfassung sowie die HD-Version erschienenen Erweiterungen ins Spiel integriert und zudem noch komplett neue Inhalte erschaffen. Das hebt die Zahl der spielbaren Völker auf erstaunliche 35. Darunter weniger bekannte Nationen wie die Ungarn, Khmer und Tartaren. Zusätzlich steigt die Zahl der Kampagnen auf 27 Feldzüge, die euch rund um die Welt führen. Allein damit ist also schon für hunderte Stunden an abwechslungsreichem Spielspaß gesorgt.

Freude am Zerstören

Damit diese Freude am mittelalterlichen Erobern auch wirklich aufkommt, haben sich die Entwickler mächtig ins Zeug gelegt, um aus der betagten Engine eine moderne 2D-Optik heraus zu holen. Dazu wurden erneut sämtliche Sprites und Grafikbausteine einer Generalüberholung unterzogen. Heraus gekommen ist ein wunderschöner Look, der einem das Gefühl von Vertrautheit gibt, in dem er das Spiel so abbildet, wie man es sich in seinen Erinnerungen bewahrt hat. In Wahrheit sähe das Original für den heutigen Betrachter aber ziemlich schäbig aus. Hochauflösende Texturen und Auflösungen bis zu 4k mit mehreren Zoomstufen sorgen für einen optischen Leckerbissen.

PC Spiele Klassiker: Age of Empire 2

Am beeindruckensten sind dabei die schicken Zerstörungsanimationen von Gebäuden. Wenn eine Burg oder gar das Wunder des Feindes nach verlustreichem Kampf spektakulär in sich zusammenfällt, stellt sich durchaus ein befriedigendes Gefühl ein. Für den guten optischen Gesamteindruck sorgt auch das überarbeitete User Interface, das einerseits etwas entschlackt wurde und andererseits mit hübschen Details versehen wurde, um das aktuell gespielte Volk zu repräsentieren.

Video

Alt und doch neu

Nahezu unverändert ist glücklicherweise aber das gewohnt fantastische Gameplay. Wir schicken Dorfbewohner aus, um Holz, Nahrung, Gold und Steine zu sammeln sowie die Gebäude unserer Basis zu errichten. Die gesammelten Rohstoffe investieren wir nicht nur in neue Gebäude und die Ausbildung frischer Kampfeinheiten, ein Großteil wandert auch in die Erforschung neuer Technologien. Wie schon im Vorgänger bewegen wir uns dabei durch vier verschiedene Entwicklungsstufen von der Dunklen Zeit bis hin zur Imperialen Zeit. Jeder Stufenaufstieg schaltet dabei neue In der Mühle aktivieren wir die automatische Feldeinsaat, wodurch wir uns nicht mehr um die Felder kümmern brauchen, solange wir genug Holz haben. fortschrittlichere Technologien zum Erforschen frei. Die Wahl des Volkes hat dabei Auswirkungen darauf, welche Entwicklungen zur Verfügung stehen. So haben die Teutonen zum Beispiel bis auf den traditionellen Ritter (ausbaubar zum Paladin) keine wirklich ausgeprägte Reiterei. Dafür schicken sie besonders starke Infanterie wie den Deutschritter ins Felde. Die Einheitenvielfalt ist jedoch groß genug, dass sich keines der Völker über mangelnde taktische Möglichkeiten beklagen braucht.

Gänzlich auf Eingriffe in die Spielmechaniken haben die Entwickler dann aber nicht verzichtet. Im Fokus ihrer Verbesserungsansätze standen vor allem Features, die das Leben des Spielers etwas angenehmer gestalten. So kann in der Mühle jetzt eine Automatik aktiviert werden, mit der Bauern ihre Felder selbstständig erneuern, solange genügend Holz vorrätig ist. Außerdem lassen sich jetzt die Erforschung von Technologien und der Bau von Einheiten in eine Warteschlange einreihen, die nacheinander abgearbeitet wird. Beides lässt sich dabei sogar miteinander kombinieren. Wenn wir mit der Maus einen Rahmen um unsere Einheiten ziehen, um eine ganze Armee auszuwählen, werden dabei nun Dorfbewohner ignoriert, was die Auswahl von ausschließlich Kampfeinheiten deutlich vereinfacht. All diese Änderungen haben keine große Auswirkung auf das vertraute Spielgefühl, sorgen aber in der Summer für eine deutlich angenehmere Handhabung.

Du kannst dich richtig austoben

Zum Umfang des Spiels gehört neben den bereits genannten unzähligen Kampagnen und Völkern natürlich noch ein paar mehr Modi. Bekannt aus dem Original ist dabei der Skirmish-Modus, in dem ihr frei die Parameter eine Partie bestimmen könnt. Diese Partien können allein gegen KI-Gegner Die mächtigen Editoren setzen eurer Kreativität kaum Grenzen. Das dürfte auf lange Sicht für immer neue von Fans entworfene Inhalte sorgen. Der Multiplayer findet Online über das Xbox-Live-Netzwerk statt und erlaubt dabei sogar Crossplay zwischen Steam und dem Windows Store. Die im Original noch vorhandene Möglichkeit über lokales LAN zu spielen, ist nicht mehr dabei. Dafür haben die Entwickler die gesamte Mehrspieler-Umgebung mit modernen Features wie Ranglisten, einer Clan-Funktion sowie einem Zuschauer-Modus erweitert.

Schlacht bei Age of Empire 2

Neu in der Definitive Edition sind sogenannten historische Schlachten und "Die Kunst des Krieges". Bei den historischen Schlachten könnt ihr abseits der Kampagnen 16 einzelnen Missionen spielen, die berühmten Kämpfen des Mittelalters nachempfunden sind. Darunter die Schlacht von Hastings mit William dem Eroberer oder die Vinlandsaga, bei der ihr mit Erik dem Roten zu neuen Ufern aufbrecht. Bei "Die Kunst des Krieges" geht es um spezielle Herausforderungen basierend auf den strategischen Weisheiten von Sun Tzu, dem Autor des gleichnamigen Buches. So gilt es zum Beispiel in kürzester Zeit eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen und innerhalb von acht Minuten in die Feudalzeit voranzuschreiten. Oder wir sollen schnelle Angriffen auf den Gegner innerhalb kürzester Zeit dessen Dorfbewohner dezimieren.

Wem dieser enorme Umfang noch nicht ausreicht, der kann sich an der Erstellung eigener Inhalte versuchen. Im Spiel ist wieder ein Szenario- und Kampagnen-Editor enthalten. In ersterem steht die komplette umfangreiche Bibliothek von Spielobjekten zur Verfügung, um eigene Karten zu erstellen. Neben der optischen Gestaltung der Schlachtfelder lassen sich weitreichende Bedingungen und Scripte einstellen, um richtige Missionen zu entwerfen. Im Kampagnen-Editor lassen sich die einzelnen Szenarien dann zu zusammenhängenden Feldzügen zusammenbauen. Neben den spielinternen Editoren unterstütz das Spiel auch eine eifrige Mod-Community.

Fazit

Auch mit der zweiten Definitive Edition für die Age-Reihe stellen die Entwickler von Forgotten Empires wieder unter Beweis, wie zeitlos diese Echtzeitstrategiespiele sind. Age of Empires 2 war vor 20 Jahren der ultimative Primus des Genres und hat heute wenig von dieser Faszination verloren. Dank der aufpolierten Grafik und einigen an die Moderne angepassten Details macht mir das Spiel so viel Spaß wie damals. Natürlich fällt es auch aufgrund der sehr vor sich dahinsiechenden Echtzeitstrategie nicht sonderlich schwer als Highlight zu glänzen. Es zeigt aber auch deutlich, wie wenig Spiele bis heute diese Klasse erreichen konnten. Ich ziehe eine behäbige Partie Age of Empires den modernen, flotten, nur auf Action getrimmten Vertretern des Genres jedenfalls jederzeit vor. Mit dieser eindrucksvollen Erinnerung daran, wie großartig Age of Empires 2 schon damals war und noch immer ist, legen die Entwickler allerdings auch eine sehr hohe Messlatte vor, an der sich das Team von Relic für den vierten Teil der Reihe wird messen lassen müssen.



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