Rust

Beim Computerspiel Rust bist du auf einer einsamen Insel gestrandet. Es gilt in einer großen Online-Multiplayer-Welt zu überleben. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig im Zusammenspiel mit anderen Personen. O du dich nun als Einzelkämpfer/in versuchst oder doch lieber in der Gemeinschaft, das Überleben steht im Mittelpunkt .

Rust ist ein Online-Multiplayer-Spiel, bei dem man sich auf einer vermeintlich unbewohnten Insel wiederfindet. Jede Spielfigur startet dabei an einer zufällig ausgewählten Stelle und trägt nichts außer einem Stein und einer Fackel bei sich. Von Beginn an kämpfst du in der offenen Spielwelt von Rust ums Überleben. Immer im Blick solltest du dabei Werte wie Gesundheit,  Nahrungsbedarf und Körpertemperatur haben. Auch wilde Tiere und andere Personen, die einen angreifen können, stellen eine latente Gefahr da. Zunächst solltest du genügend Ressourcen sammeln, wie Werkzeuge und andere nützliche Gegenstände, aber auch immer genügend Nahrung finden.

Überleben in der Online-Welt von Rust

Stirbt die Spielfigur, fängst du wieder von vorne an. Die Gegenstände aus dem Inventar können an der Stelle, an der man gestorben ist, von anderen eingesammelt werden. Einen Singeplayer-Modus gibt es in Rust nicht. Möchte man sich am Spiel beteiligen, muss man zunächst einem der zahlreichen Server beitreten. Je nachdem, welche Herausforderung man sucht, findet man hier Server mit 20 oder 200 Personen, Anfänger- oder Profiserver und solche, auf denen ein besonderer Spielmodus gespielt wird wie PvE (Personen gegen die Umgebung) oder PvP (jeder gegen jeden).

Games Klassiker - Rust

Die Texte in Rust sind auf Englisch dargestellt, eine offizielle deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht. Allerdings haben einige aktive Gamer bereits einen Patch , also ein kleines Zusatzprogramm, mit einer deutschen Sprachausgabe online gestellt. Zudem ist in Rust eine Chatfunktion integriert, mit deren Hilfe man per Textnachricht oder per Voice Chat mit anderen Personen kommunizieren kann.

Das wirklich Geniale an Rust ist, dass man wirklich jede Sekunde aufpassen muss. Die Bedrohung schwebt ständig in der Luft und löst einen Nervenkitzel aus, der so bei anderen PC Spielen nicht zu erleben ist. Rust ist ein schonungsloser Kampf ums Überleben und gerade das macht die Faszination des Spiels aus.

Assassin’s Creed: Syndicate

Nachdem uns Ubisoft im vergangenen Jahr mit Assassin’s Creed: Unity einen nicht so ganz gelungenen Teil der beliebten Reihe herausgebracht hat, waren einige Fans bei Assassin’s Creed: Syndicate eher skeptisch.

Von Frankreich, dem Schauplatz des letzten Assassin’s Creed begeben wir uns über den Kanal, genauer gesagt nach England. In Assassin’s Creed: Syndicate kämpfen wir uns nämlich durch das viktorianische London des 19. Jahrhunderts, eine Zeit der industriellen Revolution. Dieses Mal verkörpern wir zudem nicht nur einen Assassinen, sondern können beliebig zwischen den Zwillingen Jacob und Evie Frye wechseln.

Die Geschichte führt die Zwillinge zwar gemeinsam nach London, doch vor Ort gehen sie beide mehr oder weniger ihren eigenen Zielen nach. Während Jacob eine Gang in London aufbaut und gegen die Banden der Templer antritt, um sie so zu schwächen, verfolgt Evie die Spur eines Edenspliters, den mystischen Artefakten der Ersten Zivilisation. Das heißt, dass die Hauptmissionen des Spiels abwechselnd mit beiden Charakteren gespielt werden, die nicht nur unterschiedliche Ziele verfolgen, sondern sich auch gänzlich verschieden spielen. So ist Jacob mehr der “Haudrauf”-Typ und Evie die Stealth-Expertin. Das spiegelt sich auch im Skill-Tree wieder, den wir auch schon aus dem Vorgänger kennen. Beide Charaktere verfügen weitestgehend über dieselben Fähigkeiten, haben jedoch auch jeweils drei besondere Fähigkeiten, die der andere nicht erlernen kann. Bei Jacob sorgen diese Skills für mehr Wucht im Kampf, wohingegen Evie noch besser gegenüber Feinden getarnt ist und ihre Wurfmesser diese auch effizienter ausschalten. Im Gegensatz zu Unity ist der komplette Skill-Tree von Anfang an zugänglich, sodass ihr lediglich Skill-Punkte (ihr erhaltet einen Punkt für jede 1000 Erfahrungspunkte) investieren müsst. Nachdem ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten investiert habt, steigt ihr zudem ein Level auf. Euer Level ist ein guter Indikator, um zu sehen, wie ihr im Kampf gegen Feinde besteht, deren Level ihr mithilfe des Adlerauges erkennen könnt.

Assassins Creed: Synicate im Test

Das Kämpfen an sich ist in Syndicate noch mal verbessert worden. Zwar müsst ihr immer noch den Angriffen eurer Gegner ausweichen und rechtzeitig kontern, aber generell wirkt das System noch ausgeklügelter als vorher. Vor allem gegen stärkere Gegner, wie die neu eingeführte Polizei, ist es ratsam nicht einfach die Vierecktaste (bzw. den X-Knopf) zu mashen, sondern abzuwarten, bis euer Gegenüber den ersten Zug macht. Auch verbessert sind die Finisher, die eindrucksvoller und brutaler als jemals zuvor sind, besonders, wenn ihr gleich mehrere Gegner auf einmal ausschaltet. Natürlich gibt es auch wieder diverse Möglichkeiten um offene Kämpfe zu vermeiden. Beispielsweise durch Wurfmesser, Berserkerbolzen (die eure Gegner aufeinander losgehen lassen), Rauch- oder die Galvanibomben, eine Erfindung von eurem guten Freund Graham Bell, die alle eure Feinde elektrifizieren und paralysieren. Im Hinblick auf die Waffenauswahl gibt es dieses Mal zwar weniger, als noch in Unity, aber das stört zu keinem Zeitpunkt. Jacob und Evie haben die Wahl zwischen Kukri-Schwertern, Gehstockschwertern und Schlagringen. Zwar kann jeder der Charaktere alle diese Waffen mit sich führen, doch es scheint beabsichtigt zu sein, dass Evie hauptsächlich den Gehstock benutzt, während Jacob eine der anderen beiden Optionen wählt. Doch am Ende bleibt das natürlich dem Spieler überlassen.

In den Strassen von London unterwegs

Neben dem bereits erwähnten Graham Bell begegnet ihr in Syndicate weiteren wichtigen Persönlichkeiten der Geschichte. So helft ihr Karl Marx, Charles Dickens, Arthur Conan Doyle und Florence Nightingale, um ein paar Beispiele zu nennen. Aber auch eure Widersacher, aufseiten der Templer, sind alle echten Personen nachempfunden, was seit jeher eine Begebenheit der Spieleserie ist. Die Attentate auf diese Ziele verübt ihr, wie auch schon beim Vorgänger eingeführt, auf eure persönliche Art und Weise. Bevor die jeweilige Mission beginnt, bekommt ihr verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die euch an euer Ziel heranbringen. So könnt ihr beispielsweise eine Wache gefangen nehmen, Baupläne stehlen, einen Sicherheitsdirektor ausschalten oder für Ablenkung sorgen. Auch gibt es jedes Mal eine Möglichkeit für ein “einmaliges Attentat”. Dabei handelt es sich meistens um ein besonderes Attentat, bei dem ihr euch versteckt und näher an euer Ziel rankommt, als sonst. Die Ausführung ist nicht nur sehr spektakulär, sondern auch meistens die interessanteste Option. Natürlich bleibt es euch aber auch offen einfach in die Sperrgebiete zu stürmen und alle Feinde und euer Ziel mit eurer Waffe auszuschalten.

Eine hilfreiche Neuerung um in Sperrgebiete einzudringen ist der neue Seilwerfer, der stark an den Grapplehook von Batman erinnert. Ihr visiert einfach ein Ziel an und schon schießt ein Seil in die Richtung und ihr könnt euch Wände hochziehen oder große Abstände überwinden. Nie war das Klettern in Assassin’s Creed so leicht und angenehm, wie damit. Ebenfalls neu ist das Aufkommen von Kutschen und dem Zugverkehr. Während ihr in vorherigen Spielen noch zu Pferd unterwegs wart, könnt ihr dieses Mal ganze Kutschen entführen und auch von einem Pferdegespann zum Nächsten springen. Wenn euch das noch nicht reicht, dann könnt ihr auch auf die Schienen wechseln. Springt von Zugwaggon zu Zugwaggon, koppelt diese ab und genießt Kämpfe auf den Dächern. Zuletzt muss auch noch der Schiffverkehr auf der Themse erwähnt werden. Der komplette Fluss ist übersäht mit Frachtern, die ihre Güter von A nach B transportieren und euch damit eine Art fahrende Brücke bauen, um von einer Seite auf die andere zu kommen. Das erinnert in der Praxis etwas an Frogger, nur dass euch die Schiffe nicht töten, sondern lediglich vor sich herschieben, solltet ihr vor eines geraten.

Assassins Creed: Syndicate im Computerspiele Test

Nur wenige Bugs, dafür aber ein schmutziges London

Am Ende möchte ich noch mal auf ein Thema eingehen, dass wahrscheinlich die Meisten interessiert. Hat das Spiel viele Bugs? Nein, nicht viele, ein paar sind dennoch zusammengekommen. Assassin’s Creed: Syndicate ist ein Spiel mit einer riesigen offenen Welt, in der zig verschiedene Dinge gleichzeitig passieren. Kutschen fahren über die Straßen, Züge auf den Schienen, Schiffe auf der Themse und ihr seid mittendrin. Es ist normal, dass zwischendurch ein paar Bugs auftreten. Der Vorgänger war zum Release so verbuggt, dass viele Spieler von einem “unspielbaren Titel” sprachen – das ist bei Syndicate definitiv nicht der Fall.

Das Spiel sieht super aus, der Sound ist klasse. Es wirkt alles sehr realistisch und authentisch. Die überfüllte Themse, die Kluft zwischen Arm und Reich, die Gangs, das Aufkommen des Zugverkehrs, die Fabriken mit Kinderarbeitern. An jeder Ecke gibt es gefühlt Neues zu sehen, wenn der Smog gerade nicht so stark ist, denn auch das gehört schließlich zum London der Zeit dazu. Dazu kommt ein toller Soundtrack mit verschiedenen Stücken, für verschiedenste Situationen.

Assassin’s Creed: Unity war der Titel, der letztes Jahr viele eingefleischte Fans der Serie zweifeln ließ, ob ein jährlicher Releasezeitraum vielleicht nicht doch die falsche Entscheidung ist.  Die Geschichte von den Zwillingen Jacob und Evie Frye spielt sich spannend, erfrischend und macht von Anfang bis Ende sehr viel Spaß. Zwar gibt es hier und da ein paar kleine Bugs, wie in vielen Open-World-Spielen, doch nichts, dass das Spielgeschehen nachgiebig beeinflussen würde. Ubisoft hat ebenfalls aus dem Fehler mit den Mikrotransaktionen gelernt und diese zu einem optionalen Spielhelfer gemacht, der für diejenigen praktisch ist, die wenig Zeit haben und trotzdem alles erreichen möchten. Die Missionen und Nebencharaktere sind interessant und vielfältig und vor allem Gangsystem sorgt für viel Spielspaß.

Klassiker Sims 4 im Urteil

Die Sims-Reihe ist sicher einer der beliebtesten Spiele-Reihen in Deutschland. Häusle bauen, Ordnung schaffen, die Garten schön pflegen – genau das spricht viele deutsche PC-Spieler an. Grund genug Sims mit in die Klassiker Reihe unter den PC Games zu nehmen.

Man beginnt jedoch mit dem Charakter-Editor, mit dem man Personen erstellen kann und je nach Lust und Laune ihnen verschiedene Charaktere und ein äußeres Erscheinungsbild geben kann. Der Charakter-Editor ist zwar nicht ganz so umfangreich ausgefallen wie bei den Vorgängern, aber immernoch recht facettenreich. Und das kann man auch vom Rest des Spiels behaupten.

Dir ursprüngliche Idee der Sim City-Reihe war es große Metropolen aufzubauen, für Recht und Ordnung zu sorgen und den Einwohnern der virtuellen Welt das Leben zu erleichtern – oder eben nicht. Allein die technischen Möglichkeiten des PC-Spiels und deine Phantasie haben dem Ganzen eine Grenze gesetzt.

Dein Haus bei Sims 4

Im neuesten Sim City Teil wurden das Entwicklerstudio Maxis mit eingebunden und es gab einige Änderungen, die nicht jedem Fan gefallen. Anstatt riesigen Metropolen gibt es nun kleinere Städte und – es wurde ein Online-Zwang eingeführt. Insgesamt wurde die virtuelle Welt verkleinert und stromlinienförmig gemacht und je weiter das Spiel fortschreitet, desto mehr macht sich das auch bemerkbar. Trotzdem macht das Spiel von Anfang an Spaß. Die offene Welt wurde zwar abgeschafft und das Spiel laufend von Ladebildschirmen unterbrochen, der Spielspaß geht dabei aber nicht verloren. Die virtuellen Bewohner am Laufen zu halten, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen, ihnen verschiedene Jobs zu geben oder Häuser und Gärten zu bauen, all das macht wirklich Spaß und ist kurzweilig.

Gestalte deine Avatare bei Sims 4

Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde Sims 4 technisch ganz gut umgesetzt. Doch im Laufe der Zeit machen sich fehlende Features und kleine Macken dann doch bemerkbar. Im Test wurde die offene Spielewelt vermisst. Alles ist eingegrenzt, auf kleine Plätze konzentriert auf denen sich die Bewohner austoben müssen. Dadurch geht dem Spiel etwas an Lebendigkeit verloren. Außerhalb der eigenen vier Wände sind die Möglichkeiten begrenzt, so dass man sich meist im Haus aufhält. Durch die sich immer wieder öffnenden Ladebildschirme geht auch immer wieder etwas an Atmosphäre verloren. Auch Features wie Autos, Haustiere etc. machen sich im Laufe des Spiels bemerkbar. Wie bei den Vorgängern werden hier sicher kostenpflichtige Erweiterungen abhelfen können, doch in der Grundversion ist die virtuelle Welt recht eintönig – und hat mit einer lebensechten Simulation nicht viel gemein.

Das ist sicher auch ein Kritikpunkt am Spiel. Anscheinend wird viel Content zurückgehalten, der dann später kostenpflichtig erworben werden muss. So ist zwar der Lauf der Zeit und durch den Online-Zwang kommt man nicht wirklich drumrum, aber wer wirklich in die virtuelle Welt eintauchen will, der wird auch gern den ein oder anderen Euro investieren.

Der Reiz seine selbst erstellte Familie zu Ruhm oder Untergang zu führen ist trotzdem da und hat einen gewissen Charme. Die liebevoll animierten Bewohner mit all den Gestaltungsmöglichkeiten und Interaktionen sorgen für Unterhaltung. Ob eingefleischte Sims-Fans begeistert sein werden, steht dann aber auf einem anderen Blatt. Im Gegensatz zum Vorgänger ist in Sims 4 weniger Content enthalten, was bei einer Weiterentwicklung eigentlich nicht Sinn der Sache ist. Und momentan hält Sims 3 definitiv mehr Content bereit. Das Gesamturteil ist eher gespalten. Im Detail macht es durchaus Spaß die Bewohner zum laufen zu bringen, aber im Großen fehlt einfach die Tiefe um dauerhaft an am Ball zu bleiben. So geht schnell der Spielspaß verloren, denn Eintönigkeit und fehlende Features machen sich auf Dauer immer mehr bemerkbar.

Gelebter Alltag bei Sims 4