Preview auf Builders of Egypt


Preview auf Builders of Egypt

Teile uns...

Zusammenfassung: Ganz in der Tradition der alten Sierra-Aufbauspiele entführt euch Builders of Egypt in die Antike, wo es gilt blühende Städte und eine florierende Wirtschaft entlang des Nils aufzubauen. Wir haben uns die Early-Access-Fassung des ambitionierten Ein-Mann-Projekts einmal angeschaut.

Inhaltsverzeichnis

In der Tradition von Zivilisation

Ende der 90er-Jahre, Anfang der 2000er gab es eine ziemlich beliebte Kategorie von Aufbauspielen, die sich um antike Zivilisationen drehten. Allen voran dürften die meisten dabei vor allem die Spiele von Impression Games und Sierra Studios mit Titeln wie Caesar 1-3, Pharaoh und Zeus: Master of Olympus kennen. Als Herrscher der Römer, Ägypter oder Griechen ging es in diesen Spielen darum florierende antike Städte zu errichten und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. In diese Fußstapfen möchte noch in diesem Jahr Builders of Egypt treten.

PC Spiele: Builder of Egypt

Bereits bei einem Blick auf die ersten Screenshots des Projekts, wird die Inspiration bei Vorlagen wie Pharaoh deutlich. Hinter den Entwicklern Namens Strategy Labs verbirgt sich einziger Entwickler, der seit mindestens über zwei Jahren an dem Projekt arbeitet. Seit einigen Wochen ist das Spiel auf der Spiele-Plattform Steam bereits im Early Access verfügbar. Allerdings nicht wie üblich mit einer vorab erwerbaren Version des Spiels, sondern mit einem kostenlosen sogenannten Prolog. Darin bietet eine noch recht beschränkte Mission einen ersten Einblick in das Spiel.

Hübsches Niltal

Für das fertige Spiel hat sich der Entwickler ambitionierte Ziele gesteckt. So soll Builders of Egypt die gesamte Geschichte von der prädynastischen Entstehungszeit des alten Ägyptens bis zu seinem Untergang mit dem Tod von Kleopatra VII abdecken – immerhin eine Zeitspanne von nahezu 4.000 Jahren. Um das optisch modern in Szene zu setzen, kommt die Unreal Engine zum Einsatz. Es wird zwar wie gewohnt meist aus einer isometrischen Ansicht gespielt, die Kamera kann aber jederzeit frei gedreht und gezoomt werden.

Computerspiel: Builder of Egypt

So fällt uns zum Start der Early-Access-Version direkt die schicke Nil-Landschaft mit stimmungsvollen Licht- und Schatteneffekten sowie hübscher Wasseranimation ins Auge. Auch die Vegetation, die hier hauptsächlich aus Palmen besteht, schwingt sanft vor sich hin. Bei den Gebäuden wären ein paar höher aufgelöste Texturen aber vielleicht nicht schlecht. Das sieht zumindest Teilweise noch ein wenig unscharf aus. Das kann aber auch daran liegen, dass in der Demo nur ein paar rudimentäre Bauten aus Lehm zur Verfügung stehen. Aufwändig dekorierte und bemalte Gebäude, gibt es da noch nicht zu bewundern.

Video

Gewohnter Stadtaufbau

Los geht es mit den für das Genre üblichen ersten Schritten. Wir legen ein paar Straßen an, platzieren Wohnhäuser für die ersten Siedler und bauen einen Brunnen für deren Wasserversorgung. Damit bedienen wir auch gleichzeitig die erste Voraussetzung für das Upgrade der Häuser. Wohngebäude können ein gutes Dutzend an Stufen aufsteigen, wodurch sich ihre Kapazität stetig erhöht. Jede Stufe erfordert jedoch immer aufwändigere Annehmlichkeiten. Sind es zunächst nur Wasser und Nahrungsversorgung, erwarten die Bewohner auf Stufe drei bereits den Zugang zu Tempeln. Diese stehen uns in dieser Version des Spiels jedoch noch nicht zur Verfügung.

Zur Versorgung unserer Einwohner bauen wir an der Küste einen Fischereidock sowie ein paar Getreidefarmen. Wie für Ägypten üblich, müssen letztere in den fruchtbaren Überschwemmungsgebieten des Nils angelegt werden. Diese Bereiche der Karte stehen immer für einige Zeit unter Wasser. Danach werfen die Felder dafür gute Erträge an Getreide und Stroh ab. Während das Korn in einer Kornkammer gelagert und über Märkte an die Bevölkerung verteilt wird, wandert das Stroh in ein Warenlager.

Gebrauchen können wir das Heu im einzigen Produktionszweig, der im Prolog zur Verfügung steht. Dabei dreht sich alles um die Abbau und die Verarbeitung von Ton. Wir errichten in entsprechend geeigneter Lage eine Tongrube und direkt daneben eine Ziegelei. Diese stellt aus dem gewonnenen Ton und dem Stroh dann Ziegel her. Außerdem können wir noch eine Töpferei errichten, die aus Ton Keramik herstellt. Für diese Waren gibt es während der Demo allerdings noch nicht wirklich einen Nutzen, außer für das Missionsziel, für das wir unter anderem eine bestimmte Menge an Keramik herstellen müssen.

Games Preview: Builder of Egypt

Brot als Gehalt

Die Ziegel dagegen dienen uns für den Export. Neben der von uns gerade gespielten Stadt besteht das Reich der Ägypter natürlich noch aus anderen Siedlungen. Um mit diesen Niederlassungen Beziehungen aufzubauen, wechseln wir auf eine Übersichtskarte. In der Demo steht uns hier die Stadt Abydos als Handelspartner zur Verfügung. Dazu richten wir einfach ein Handelsabkommen ein und legen unsere Ziegel als Exportware fest. In der Folge kommt nun Regelmäßig ein Händler in unserer Stadt vorbei und kauf aus unseren Lagern unsere Ziegel.

Auf diese Weise füllen wir unsere Staatskasse wieder auf, die durch Bauvorhaben und das Gehalt der Arbeiter belastet wird. Nun kanten die alten Ägypter allerdings noch nicht das Konzept von Geld. Stattdessen werden Arbeitskräfte (und damit verbunden auch die Errichtung von Gebäuden) mit Brot und Bier bezahlt. Das ist auf der einen Seite zwar historisch akkurat, führt aber auf der anderen Seite zu gewissen Logikprobleme. So bezahlen wir unsere Untertanen zwar mit Brot, aber zu deren Nahrungsversorgung trägt das komischerweise nicht bei. Auch können wir Brot soweit bisher im Spiel ersichtlich nur durch Handel erhalten. Dabei bauen wir doch aber Getreide an. Da wäre es ja eigentlich nur logisch direkt dazu eine Bäckerei zu bauen. Hier sollte der Entwickler sich vielleicht noch einmal Gedanken machen, wie man das Währungsproblem etwas besser lösen kann, ohne solche Ungereimtheiten hervorzurufen.

Um wirklich alle Feinheiten des Wirtschaftssystems eines solchen Aufbauspiels beurteilen zu können, ist die derzeit spielbare Version allerdings auch viel zu eingeschränkt. Das bisher Spielbare umfasst nicht viel mehr als die ersten Schritte. Ein gewisses Potential lässt das Spiel aber durchaus schon erkennen. Die Liste der möglichen Handelsgüter, die man bereits im Warenlager oder im Handelsmenü sehen kann, deutet auf einige interessante Warenketten hin. Wir sind gespannt zu sehen, welche Herausforderungen auf Freizeit-Pharaonen warten, die Monumentalbauten wie Pyramiden in Angriff nehmen wollen. Der Entwickler verspricht die bisherige Early-Access-Version in den kommenden Wochen und Monaten auszubauen. Wann das Spiel aber final erscheinen soll, ist noch nicht bekannt.



Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.