Call of Duty: Advanced Warfare – Der Spaß hat seine Grenzen

Call auf Duty gehört auf jeden Fall zu den PC Spiele Klassiker. Mittlerweile so sehr, dass CoD ein Synonym für Ego-Shooter geworden ist und mit über 55 Millionen verkauften Games auch eines der erfolgreichsten. Am 4. November ist es nun so weit und Call of Duty: Advanced Warfare, der 11.Teil der Spiele-Serie, kommt endlich auf den Markt.

Die Entwicklungskosten für solche Computerspiele sind riesig und müssen natürlich wieder reingespielt werden. Der Preis ist also happig und darum muss so mancher Gamer überlegen, ob sich das für ihn lohnt. Die Spiellänge ist da ein wichtiges Kriterium. Glen Schofield, seines zeichens Mitbegründer von Sledgehammer Games, hat vorab schon mal verkündet, dass die Spielzeit des Singleplayer länger ausfällt als bei den Vorgängern. Nach ersten eigenen Erfahrungen hat er damit wohl recht, aber allzu viel solltet ihr euch dann doch nicht erwarten.

Das Computerspiele Call of Duty: Advanced Warfare

Das die Kampagnen bei Call of Duty zu lang wären, darüber hat sich wohl noch niemand beschwert. Bei den meisten Games der Reihe waren schon nach etwa 4 Stunden das letzte Level geschafft und die Credits vielen einem nur so in den Schoß. Bei der Neuvorstellung sollte jetzt alles anders und vieles vor allem besser werden. Advanced Warfare sollte eine verbesserte Grafik haben, mit Kevin Spacey ein bekanntes Gesicht (Trailer mit Kevin Spacey), der im Einzelspieler-Modus eine zentrale Rolle spielt, und nicht zuletzt die Settings sollten einen moderneren Anstrich erhalten. Und last but not least: die Spielzeit sollte um einiges länger sien als bei den Vorgängern, damit auch Einzelspieler auf ihre Kosten kommen sollen.

Kampf auf Leben oder Tod - Call of Duty

Wie das so ist, es sickert im Vorfeld immer wieder was durch. Ein Gamer hatte wohl wohl, wie auch immer, Zugang zum neuen Spiel und hat das Spiel schon nach 5 Stunden durch gehabt. Wie gesagt, die älteren Versionen waren für erfahrene Gamer schon nach etwa 4 Stunden zu Ende. Mit den 5 Stunden ist also eine schöne Steigerung drin und Glen Schofield scheint recht behalten zu haben. Immerhin bietet CoD: Advanced Warfare eine Stunde Spielspaß mehr und das sollte auch den ein oder anderen Einzelspieler überzeugen.

Abgestimmt wird an der (virtuellen) Ladentheke. CoD hat eine große Fangemeinde und die Community setzt sich eher aus Gamern des Multiplayer-Modus zusammen. Doch wie ist eure Meinung, sind 5 Stunden eine ausreichende Zugabe oder hätten es die Entwickler von Infinity Ward ruhig noch etwas länger gehen lassen können? Wir wollen eure Meinung, also schreibt uns fleißig in den Kommentaren, auf Facebook oder Twitter.

Klassiker Sims 4 im Urteil

Die Sims-Reihe ist sicher einer der beliebtesten Spiele-Reihen in Deutschland. Häusle bauen, Ordnung schaffen, die Garten schön pflegen – genau das spricht viele deutsche PC-Spieler an. Grund genug Sims mit in die Klassiker Reihe unter den PC Games zu nehmen.

Man beginnt jedoch mit dem Charakter-Editor, mit dem man Personen erstellen kann und je nach Lust und Laune ihnen verschiedene Charaktere und ein äußeres Erscheinungsbild geben kann. Der Charakter-Editor ist zwar nicht ganz so umfangreich ausgefallen wie bei den Vorgängern, aber immernoch recht facettenreich. Und das kann man auch vom Rest des Spiels behaupten.

Dir ursprüngliche Idee der Sim City-Reihe war es große Metropolen aufzubauen, für Recht und Ordnung zu sorgen und den Einwohnern der virtuellen Welt das Leben zu erleichtern – oder eben nicht. Allein die technischen Möglichkeiten des PC-Spiels und deine Phantasie haben dem Ganzen eine Grenze gesetzt.

Dein Haus bei Sims 4

Im neuesten Sim City Teil wurden das Entwicklerstudio Maxis mit eingebunden und es gab einige Änderungen, die nicht jedem Fan gefallen. Anstatt riesigen Metropolen gibt es nun kleinere Städte und – es wurde ein Online-Zwang eingeführt. Insgesamt wurde die virtuelle Welt verkleinert und stromlinienförmig gemacht und je weiter das Spiel fortschreitet, desto mehr macht sich das auch bemerkbar. Trotzdem macht das Spiel von Anfang an Spaß. Die offene Welt wurde zwar abgeschafft und das Spiel laufend von Ladebildschirmen unterbrochen, der Spielspaß geht dabei aber nicht verloren. Die virtuellen Bewohner am Laufen zu halten, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen, ihnen verschiedene Jobs zu geben oder Häuser und Gärten zu bauen, all das macht wirklich Spaß und ist kurzweilig.

Gestalte deine Avatare bei Sims 4

Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde Sims 4 technisch ganz gut umgesetzt. Doch im Laufe der Zeit machen sich fehlende Features und kleine Macken dann doch bemerkbar. Im Test wurde die offene Spielewelt vermisst. Alles ist eingegrenzt, auf kleine Plätze konzentriert auf denen sich die Bewohner austoben müssen. Dadurch geht dem Spiel etwas an Lebendigkeit verloren. Außerhalb der eigenen vier Wände sind die Möglichkeiten begrenzt, so dass man sich meist im Haus aufhält. Durch die sich immer wieder öffnenden Ladebildschirme geht auch immer wieder etwas an Atmosphäre verloren. Auch Features wie Autos, Haustiere etc. machen sich im Laufe des Spiels bemerkbar. Wie bei den Vorgängern werden hier sicher kostenpflichtige Erweiterungen abhelfen können, doch in der Grundversion ist die virtuelle Welt recht eintönig – und hat mit einer lebensechten Simulation nicht viel gemein.

Das ist sicher auch ein Kritikpunkt am Spiel. Anscheinend wird viel Content zurückgehalten, der dann später kostenpflichtig erworben werden muss. So ist zwar der Lauf der Zeit und durch den Online-Zwang kommt man nicht wirklich drumrum, aber wer wirklich in die virtuelle Welt eintauchen will, der wird auch gern den ein oder anderen Euro investieren.

Der Reiz seine selbst erstellte Familie zu Ruhm oder Untergang zu führen ist trotzdem da und hat einen gewissen Charme. Die liebevoll animierten Bewohner mit all den Gestaltungsmöglichkeiten und Interaktionen sorgen für Unterhaltung. Ob eingefleischte Sims-Fans begeistert sein werden, steht dann aber auf einem anderen Blatt. Im Gegensatz zum Vorgänger ist in Sims 4 weniger Content enthalten, was bei einer Weiterentwicklung eigentlich nicht Sinn der Sache ist. Und momentan hält Sims 3 definitiv mehr Content bereit. Das Gesamturteil ist eher gespalten. Im Detail macht es durchaus Spaß die Bewohner zum laufen zu bringen, aber im Großen fehlt einfach die Tiefe um dauerhaft an am Ball zu bleiben. So geht schnell der Spielspaß verloren, denn Eintönigkeit und fehlende Features machen sich auf Dauer immer mehr bemerkbar.

Gelebter Alltag bei Sims 4

Wolfenstein – New Order

Wer an Shooter PC Games denkt, kommt an Wolfenstein nicht drumrum. Es ist ein Klassiker unter den Computerspielen und das sicher nicht zu Unrecht. Man kann mittlerweile sagen, dass Wolfenstein Generationen von Gamern die Nächte versüßt hat und seit kurzem gibt es eine neue Version, Wolfenstein – New Order, auf dem Markt. Grund genug uns das mal näher anzuschauen. Der Sinn bei Shooter Games ist klar, doch auf die Hintergrund-Story, das Handluíng der Waffen, die Effekte und die Vielfältigkeit der Aufgaben entscheiden ob ein Shooter Game gut ist, oder wieder in der Schublade verschwindet.

In Wolfenstein – New Order haben die Nazis den Krieg gewonnen und halten die Welt mit ihren stählernen Robotern im Griff. Wie bei allen anderen Wolfenstein-Vorgängern ist auch diese fiktive Geschichte cool geraten und ist nicht zu albern. In der Rolle von William Joseph „B.J“ Blazkowicz geht es wieder auf Nazijagd und ja, es wird auch wieder ordentlich geballert – wie es sich für einen Shooter gehört. Das Grundprinzip hat sich natürlich nicht geändert und ist von anderen Wolfenstein-PC Games bekannt, dich so einige Besonderheiten hat The New Order dann doch zu bieten.

PC Games Klassiker - Wolfenstein

Was auffällt sind die doch recht umfangreich und gut gelungenen Zwischensequenzen und die gute Story die das Spiel durchläuft. Die interessanten Charaktere, die überraschenden Story-Elemente und der hintergründige Humor machen The New Order zu einem wirklich guten Shooter. Mehr Umfang hätte man sich in der Wolfenstein-Welt gewünscht. Die Level sehen sich doch alle recht änhlich, graue Wände, bombastische Gebäude die die Macht und Herrlichkeit des Dritten Reiches zeigen – das alles passt sicher zum Thema des Computerspiels, aber ein bißchen mehr Abwechslung und Missionen in den Außenarealen hätte dem Ganzen gut getan. Diese sind wirklich gut gelungen, doch man hält sich meist in den Gebäuden auf – und würde doch mal so gern unter freiem Himmel auf Nazijagd gehen.

Für Action ist dagegen mehr als genug gesorgt und darin liegt der große Vorteil von Wolfenstein – The New Order. Hier wird noch geballert und nicht zu viel wert auf quasi Kino-Effekte gelegt. Gerade das macht ein Shooter Game aus, und gerade das lassen die meisten neuen Shooterspiele aber vermissen. Hier ist The New Order wirklich gut gelungen – Daumen hoch. Du kannst dich völlig frei bewegen, bist jederzeit Herr über die Lage und kannst wirklich deinen ganz eigegen Stil spielen. Ob du dich nun auf die Lauer legst und aus dem Rückhalt Nazi´s abknallst oder wild ballernd durch die Strassenschluchten läufst liegt ganz allein an dir – und das ist auch gut so. Ebenfalls gut bewertet: Es gibt keine Multiplayer-Version. So hatten die Entwickler wirklich alle Zeit und Aufmerksamkeit sich auf den Singleplayer-Modus zu konzentrieren und mit etwa zehn Stunden Spielzeit kann man sich bei The New Order auch richtig austoben.

Spielberichte zu Wolfenstein - The New Order

Das Urteil über Wolfenstein fällt positiv aus. Die gut gestalteten Details, die Hintergrundmusik, die Atmosphäre, alle Klischee´s die ein Shooter PC Game haben sollte – das passt insgesamt und auch die Grafik kann sich sehen lassen. Wolfenstein – The New Order sollte für Fans von Shooter Games ein MUSS sein, denn hier wird das ursprüngliche Ballerspiel in den Mittelpunkt gestellt.

Ein kleiner Hinweis noch für alle die die deutsche Version kaufen wollen. Auch hier wurde The New Order wie bei den Vorgängern beschnitten. Hakenkreuze und andere Nazi-Symbole wurden entfernt und die Nazi´s einfach in "Das Regime" umbenannt. Warum diese Political Correctness bei einem Ballerspiel, bei dem du deine Gegner in alle Einzelteile schießen kannst, sein muss, bleibt ein wohl behütetes Geheimnis. Aber sei es drum, der Spielspaß kommt dadurch nicht zu kurz und darum geht es ja eigentlich.